Hl. Dreifaltigkeit
Hl. Dreifaltigkeit
Die Industrialisierung im Nordosten Dortmunds war seit 1871 eng mit dem Stahlwerk Hoesch verbunden. Der zunehmende Arbeitsmarkt zog Arbeiter mit ihren Familien aus Westfalen, dem Rheinland und
Hessen, aus Schlesien und Posen, aus West- und Ostpreußen an.
Infolge dieses Zustroms wuchs die Bevölkerung im Hoeschviertel bis zur Jahrhundertwende auf 13207 Einwohner, die meisten davon waren Katholiken. Am Ende des Jahrhunderts wurde der Bau einer
eigenen Kirche unumgänglich. Noch bevor die Filialgemeinde von St. Joseph eine eigene Vermögensverwaltung erhielt und zur Pfarrei erhoben wurde, war das Gotteshaus 1900 fertig gestellt.
Die wachsende Zahl von Gemeindemitgliedern ließ eine intensive Vereinsarbeit entstehen. Aus der Jünglingssodalität, welche die Kultur- und Freizeitgestaltung in den Bereichen Sport, Musik und Theaterspiel organisierte, erwuchs 1909 der Ballspielverein Borussia (BVB 09).
Der Bau von Vincenz - Waisenhaus (1903) und Vereinshaus (1908) verstärkte die Vereins- und Seelsorgearbeit der Pfarrei.
Während des Nationalsozialismus wurde Pfarrer Lepper 1935 verhaftet und zunächst in der Dortmunder Steinwache, später in Berlin - Moabit inhaftiert. In den Kriegsjahren 1943 - 1945 zerstörten Bombenangriffe Kirche, Vikarie und Vereinshaus.
Nach dem Wiederaufbau vollzog sich im Leben der Gemeinde ein Wandel. Zählte die Pfarrei am Endes des Krieges noch 7500 Katholiken, so gehörten 1975 nur noch 3711 Gläubige zu Hl. Dreifaltigkeit.
Für die Christen der kroatischen Missionsgemeinde wurde die 1989 wiedereingegliederte Kirche Albertus Magnus zur Heimat. Diese war 1933 / 1934 an der Enscheder Straße gebaut worden. Da jedoch die Bausubstanz der Albertus Magnus Kirche eine grundlegende Renovierung benötigen würde, gab die Mission die Kirche auf und sie wurde am 19. August 2007 profaniert.
Heute hat sich Hl. Dreifaltigkeit zu einer internationalen Gemeinde mit rund 2000 Mitgliedern aus mehr als 30 Nationen entwickelt, die seit dem 1. Mai 2003 mit den Pfarreien St. Joseph und St.
Antonius von Padua im Pastoralverbund Dortmund - Nordstadt - Ost zusammenarbeitet.
Heute finden Veranstaltungen der Gemeinde in den Räumen des Pfarrhauses statt und 2007 steht auch noch eine Umgestaltung des Innenraumes der Kirche an.
Aus: „Die katholische Kirche in Dortmund – ihre Geschichte und Pfarrgemeinden“; 2006; S. 306 – 307, S. 295
Pastoralverbund Dortmund Nordstadt-Ost







